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Europa 2023
Die Findungsphase

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Schon bald ist es einen Monat her, seit wir zu unserem fünfmonatigen Abenteuer aufgebrochen sind. Am 29. April 2023 sind wir in Bern losgefahren und nun befinden wir uns, um eine Vielzahl an Erfahrungen und schönen Momenten reicher, an der Costa Brava in Roses. Hier haben wir auf einem Campingplatz eingecheckt um unseren ersten "Arbeitstag" einzulegen. Es wird gewaschen, über die Art unserer Weiterreise diskutiert und unser erster Reisebericht verfasst. Nochmals dürfen wir dabei all die schönen, herausfordernden und besonderen Momente durchleben.

Am ersten Tag ging es ins Tessin, wo wir Gastfreundschaft pur geniessen durften. Danach brachen wir auf in Richtung Livorno, wo wir unseren ersten "Termin" mit der Fähre nach Korsika hatten. Auf dem Weg dort hin forderte uns in Lerici ein Aufstieg zu einem absoluten Highlight-Stellplatz mit einer grandiosen Aussicht auf das Meer und die Umgebung heraus. Viel haben wir dabei gelernt! Wir machten uns Gedanken, wie unsere Variante des Reisens aussehen soll. Wie soll das Reisekleid geschnitten sein, damit es zu uns passt? Unser Fazit ist, kurz zusammengefasst, einfach den Moment geniessen. Doch in Lerici waren wir noch lange nicht am Ziel mit unseren Gedanken zu diesem Thema. Kann man das überhaupt jemals sein? Ist das Reisen oder das Leben generell nicht eine ständige Weiterentwicklung und ein tägliches Lernen?

Wir setzten am 04. Mai 2023 gemütlich in einer komfortablen Kabine nach Bastia über, wo wir auf einer Landzunge einen absolut fantastischen Ausgangspunkt für die nächsten Tage fanden. Direkt am Strand, wo wir stundenlang mit Inka laufen konnten, fingen wir an, herunterzufahren. Inka genoss das Meer in vollen Zügen. Da noch Vorsaison, durfte sie ohne Leine nach Lust und Laune am Strand und im Meer herumtollen. Inka hatte gute Tage, aber auch solche, an denen wir nicht wussten, ob ihr die aktuelle Situation behagte. So lag sie stundenlang herum und frass nur unregelmässig. Wir machten uns Sorgen um unser drittes Crewmitglied. Hatten wir ihr zu viel zugemutet? Es sollte sich zeigen, dass sie einfach noch etwas Zeit benötigte, um wirklich in ihrem "neuen" Leben anzukommen. Nach rund drei Wochen, wir hatten unterdessen Korsika, wo wir wunderschöne Ausflüge auf dieser landschaftlich sehr abwechslungsreichen Insel machten, wieder in Richtung Nizza verlassen, und eine Reise über diverse Pässe in die Provence angetreten, konnten wir bei Inka eine Veränderung feststellen. Sie frass wieder regelmässig und war aktiv. Bei unseren abendlichen Gesprächen unter freiem Himmel vor unserem Troopy kamen wir zur Erkenntnis, dass es uns wie Inka ergangen war. Unsere drei Seelen waren praktisch gleichzeitig angekommen. Auch wir benötigten Zeit, uns in der neuen Umgebung und der neuen Lebensart einzufinden. Tägliche kleine Herausforderungen zeigten uns dies immer wieder auf. Das Reisekleid passte jedoch ab da für alle. Eine schöne und wichtige Erfahrung für uns.

Von der Provence, wo wir traumhafte Touren unternommen hatten, beschlossen wir aufgrund des Wetters und der Nähe zur Camargue einen Abstecher dorthin zu unternehmen. Wir wurden mit freilebenden Flamingos sowie einer sehr interessanten und einzigartigen Landschaft belohnt. Leider blieb uns das sonnige Wetter nicht treu, und wir mussten, mangels Alternativen in einem überfüllten, zu teuren und eher schmutzigen Campingplatz die erste Regennacht auf einem Sand-Stellplatz verbringen. Campen mit Hund bei Nässe und Sandboden... eine Herausforderung für sich!! Wir zogen am nächsten Tag weiter! Nach einer Fahrt der Küste entlang in Richtung spanische Grenze fanden wir einen regenfreien Fleck und erst noch mit einem Campingplatz, den wir am liebsten nicht mehr verlassen hätten. Er war sehr klein, bot wenig Komfort, war aber praktisch menschenleer, nur das Rauschen des Meeres war zu hören. Genau solche Plätze lieben wir. Unser Stellplatz zwischen den Bäumen mit Blick auf die ganze felsige Bucht und der Sternenhimmel in der Nacht belohnten uns für die Regenzeit. Unvergessliche Tage verbrachten wir hier mit Klippenwanderungen, Hängematte geniessen und baden an einsamen Stränden. Wir sind dankbar, so etwas erlebt zu haben.

Diese einmaligen Momente haben uns zum Entschluss geführt, möglichst nur noch solche Übernachtungsplätze zu suchen. Natürlich gibt es die nicht überall und sie müssen erst gefunden werden. Wir machen uns daran... Nur noch für unsere "Arbeitstage" werden wir die grossen Campingplätze aufsuchen, dies allerdings nur wegen der Infrastruktur, die natürlich an den kleinen Orten nicht vorhanden ist. Wir sind gespannt, wohin unsere Reise gehen wird. Wir haben keinen Plan und das ist auch gut so! Endlich sind wir im neuen Leben angekommen, lassen uns treiben, tun, was uns gerade gefällt und geniessen den Moment. Viele Erfahrungen, noch mehr Erkenntnisse und die Überzeugung, das wir das Richtige tun, das ist das Resümee unseres ersten Monates unterwegs.

Hasta luego aus Spanien!

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